
Das ist das Schloß von Fontainebleau. Wir haben mal wieder einen kleinen Wochenendausflug gemacht. Eigentlich war sonniges Wetter angesagt, aber die Sonne haben wir leider nicht so oft gesehen. Was soll´s, dafür gibt es ja Besichtigungen durch das Schloß. Es ist ein sehr witziges und sehr geschichtsträchtiges Schloß. Erbaut von Heinrich dem IV, haben danach eingentlich so ziemlich alle französischen Kaiser dort mal gewohnt. Jeder hat sich einen extra Teil anbauen lassen, so dass das Schloß aus vielen verschiedenen Teilen besteht. Es sieht ein bißchen aus, wie Anbau an Anbau an Anbau... Napoleon war natürlich auch da und wurde von dort aus verabschiedet, als er nach Elba und St. Helena geschickt wurde. Der letzte echte Thron steht hier noch:

Damit hatten wir das Kulturprogramm abgehakt und konnten uns dem Spaß Teil zuwenden. Eigentlich hatten wir geplant uns Fahrräder zu leihen und durch den Wald von Fontainebleau zu radeln, aber das Wetter war ja nicht so toll, deshalb haben wir uns ein kleines Büchlein gekauft mit kleinen Wandertouren durch den Wald. Irgendeine im Buch rot eingezeichnete Route sollte 1:10 min dauern. Lang genug für uns. Also ging´s los. Naja, erst als wir den richtigen Parkplatz gefunden hatten. Aber dann. Holger, alter Pfadfinder sah einen rot markeirten Baum. Ist ja auch klar - rote Wandertour im Buch, rot markierter Baum. Also los. Der Wald von Fontainebleau ist voll mit großen Felsbrocken, wo lauter sportliche Kletterer dranhängen. An denen mußten wir erstmal vorbei. Dann gings bergauf an Felsen vorbei, drüber oder drunter, immer den roten Markierungen nach. Hat total Spaß gemacht. Irgendwann waren die Felsen weg, es ging nur noch gerade aus. Ich meinte zu Holger, dass man die Straße gar nicht mehr hört, fanden wir eigentlich ganz gut. Nach über einer Stunde fragte ich den alten Pfadfinder, ob wir nicht bald wieder da sein müßten. Er meinte, klar, gleich kommen bestimmt die Felsen wieder. Und tatsächlich, da waren sie auch wieder. Mich hat es zwar ein wenig gewundert, dass wir knapp 1,5 Stunden unterwegs waren, weil eigentlich die Wanderrouten eher länger angegeben sind, als sie tatsächlich dauern, aber was solls. Ich war hungrig und froh, endlich den Parkplatz zu sehen. Doch als wir uns dem ganzen näherten, stellten wir fest dass es gar nicht unser Parkplatz war. Es war auch eine viel kleinere Straße in der Nähe. Was nun. Amerikanische Klettermaxe liefen an uns vorbei und ich fragte schnell, ob sie uns auf unserer Karte zeigen könnten, wo wir waren. Auf der Karte fanden sie uns nicht. Man mußte eine andere Seite aufschlagen, wo der Wald weiter nördlich abgebildet war. Da waren wir also. Am anderen Ende. Cool. Anstatt im Kreis zu laufen, sind wir einfach quer durch den Wald. Gr0ßartig. Ich wollte ja zurück trampen. Fand Holger aber nicht so gut, also gleichen Weg wieder zurück. Nach fast 3 Stunden haben wir dann unseren Parkplatz wiedergefunden und uns ins Auto fallen lassen. Da ich natürlich keine Wanderschuhe habe, tun mir die Beine heute noch weh. Glücklicherweise wird es zur Zeit erst gegen halb zehn dunkel, so dass wir noch im Hellen zurück waren. Aber auf Felsen sind wir auch geklettert!!

1 Comments:
Okay, you've convinced me. I want to visit. Plus, you will make an excellent guide. However, I am going to Japan this year to see Ailey for my international travel. Then I'm getting Clayton off to college! Yea! Sounds like you are enjoying Paris and France! And you are right about the Asians...at least in Japan because everytime I hear from Ailey they have another holiday in Japan!
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